tiefhochStepan Osipov
Stepan Dmitriyevich Osipov ist jakutischer Khomusbauer und Schmied aus Khampa im Ulus Wiljui. Schon als Kind interessierte er sich in einer Arbeitsgemeinschaft für den Khomus und lernte zu spielen. Mit vierzehn trat er in das Studio Khomus ein und lernte dort vier Jahre bei Petr Fedotovich Osipov, Tölön Uus. Auch unter seinen mütterlichen Vorfahren gab es Schmiede. Er versteht sein Handwerk daher als Fortführung der Familientradition.
Er fertigt Khomusse und jakutische Messer. Ein Meister müsse selbst spielen können, um das Instrument zu hören und das Ergebnis zu beurteilen. Als schwierigsten und verantwortungsvollsten Teil sieht er die Zunge, deren Fertigung und Härtung Reinheit und Ausdruck stark bestimmen. Neben gewöhnlichem Stahl verwendet er Bolguo, traditionelles jakutisches Luppeneisen aus örtlichem Erz.
2015 erhielt er bei „Khomus 2015“ ein Diplom dritten Grades. Beim Ysyakh Olonkho 2022 belegte er den zweiten Platz für moderne Stahlkhomusse. 2024 wurde er Meister des Volkskunsthandwerks des Ulus Wiljui. Im Juli 2026 gewann er den Republikwettbewerb „Das Wunder der Geburt des Khomus“. Die Teilnehmer bauten Instrumente in den traditionellen Formen und Proportionen von Semjon Gogolevs Khomussen.
Der Khomus „Ongkhoy“ besitzt einen dichten, etwas gedämpften Klang und eine stabile Zunge. Beide Anschlagrichtungen sind gleich gut spielbar. Ein vielseitiges Instrument.
Biografie, Ausbildung und Erfolge wurden anhand von Ulus.Media, des Museums und Zentrums des Khomus, des Republikhauses für Volkskunst und des Katalogs von Oberton Pro abgeglichen.
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Werke im Katalog 1
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